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Reiseziele8 Min. Lesezeit

Island-Rundreise in 10 Tagen: eine realistische Route

Zehn Tage, neun Nächte und eine klare Auswahl: So plant ihr Islands Ringstraße mit sinnvollen Etappen und Reserven statt täglichem Zeitdruck.

Von der OURTRIP Redaktion

Bild: Jakub Hałun · Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Bearbeitet

Redaktion: OURTRIP Redaktion · Mit KI-Unterstützung bei Recherche und Struktur erstellt. Inhalt, Quellen und Veröffentlichung wurden am 9. September 2026 redaktionell geprüft und freigegeben.

Eine Islandroute wird nicht dadurch realistisch, dass möglichst viele Orte auf der Karte stehen. Sie wird realistisch, wenn ihr Übernachtungen, Ankunft und Abreise zusammen denkt und einen Tag bei schlechtem Wetter kürzen könnt.

Diese Runde verbindet den Südwesten, die Südküste, den Osten und den Norden. Sie ist als Planungsvorschlag gedacht, den ihr vor der Buchung an Saison, Flugzeiten und eure Fahrpraxis anpasst.

Passt die ganze Insel wirklich in zehn Tage?

Zehn Tage können für eine Runde reichen, wenn ihr die Reise als Rundfahrt mit ausgewählten Stopps plant. Für lange Wanderungen, zusätzliche Halbinseln und mehrere Touren wird es schnell eng. Diese Route ist ein redaktioneller Planungsvorschlag für die hellere, in der Regel leichter befahrbare Jahreszeit. Sie ist keine Zusage, dass jede Etappe an eurem Termin fahrbar ist.

Die zehn Tage schließen Ankunft und Abreise ein. Kommt ihr spät an oder fliegt früh zurück, fehlen euch praktisch zwei volle Besichtigungstage. Plant dann weniger Stopps oder zusätzliche Nächte. Für winterliche Verhältnisse würden wir eine kleinere Region statt einer fest gebuchten Inselumrundung wählen.

Legt pro Tag einen Hauptstopp fest. Alles Weitere bleibt optional. Westfjorde, Hochland und ein zusätzlicher großer Abstecher gehören bewusst nicht in diesen Plan. Das ist besonders wichtig, wenn nur eine Person fährt.

  • Nächte 1–2: Reykjavík und Südwesten
  • Nacht 3: Vík; Nacht 4: Südosten
  • Nacht 5: Egilsstaðir; Nächte 6–7: Mývatn und Akureyri
  • Nacht 8: Borgarnes; Nacht 9: Rückkehr in Flughafennähe

Tag 1: In Reykjavík ankommen

Übernehmt das Auto ohne Zeitdruck, prüft den Zustand gemeinsam mit der Vermietung und erledigt Einkauf und Check-in. Reykjavík ist für diesen Tag ein überschaubarer Einstieg: ein Spaziergang, eine Mahlzeit und früh schlafen genügen.

Blick über Reykjavík mit Hallgrímskirkja
Reykjavík

Bild: Wurzeller · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Bearbeitet

Nach einem Nachtflug ist eine lange Etappe keine gute Reserveplanung. Wenn eure Ankunft spät liegt, kann die erste Nacht näher am Flughafen sinnvoller sein. Der Stadtbesuch wandert dann auf den Rückweg.

Tag 2: Þingvellir und eine bewusste Auswahl im Südwesten

Beginnt mit Þingvellir und nehmt euch Zeit für die markierten Wege und die Landschaft. Die offizielle Parkkarte beschreibt eine Hauptrunde von etwa drei bis vier Kilometern mit ungefähr ein bis zwei Stunden Gehzeit; euer tatsächlicher Aufenthalt hängt von Wegwahl und Bedingungen ab.

See und Landschaft im Nationalpark Þingvellir
Þingvellir

Bild: Eric Kilby · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 · Bearbeitet

Bucht die zweite Nacht passend zu eurem Tagesende im Südwesten. Versucht nicht, schon am zweiten Tag alle bekannten Namen abzuhaken und zusätzlich bis weit an die Südküste zu fahren. Ein ausgelassener Umweg gibt euch an den folgenden Tagen mehr Luft.

Tag 3: Südküste bis Vík

Wählt auf der Fahrt nach Vík einen längeren Naturstopp und lasst weitere Abstecher von Wetter und Energie abhängen. Vík ist euer Etappenziel: Hier sollten Einkauf, Abendessen und die nächste Unterkunft erreichbar bleiben, bevor ihr erschöpft seid.

Panoramablick über Vík í Mýrdal an Islands Südküste
Vík í Mýrdal

Bild: Hansueli Krapf · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Bearbeitet

An der Küste ist Abstand zum Wasser entscheidend. Wellen können überraschend weit auflaufen; folgt den örtlichen Warnungen und Absperrungen. Ein Foto am Wasserrand ist kein Grund, einen gefährlichen Bereich zu betreten. Bei Sturm wird aus dem geplanten Strandbesuch eine Pause im Ort.

Tag 4: Jökulsárlón als Hauptziel im Südosten

Plant die Gletscherlagune Jökulsárlón als Schwerpunkt dieses Tages. Sie liegt an der Ringstraße; trotzdem braucht ihr Zeit für Pausen, den tatsächlichen Zugang und den Weg zur Unterkunft. Bucht die Nacht im Südosten so, dass nach dem Besuch keine unnötige Rückfahrt entsteht.

Eisberge auf der Gletscherlagune Jökulsárlón
Jökulsárlón

Bild: Jakub Hałun · Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Bearbeitet

Eine Bootsfahrt ist eine optionale, gesondert zu buchende Aktivität. Verfügbarkeit, Saison und Durchführung prüft ihr beim Anbieter. Für den Blick auf die Lagune müsst ihr keine zusätzlichen Erlebnisse in denselben Tag pressen. Bleibt an zugelassenen Uferbereichen und betretet keine treibenden Eisstücke.

Tag 5: Durch den Osten nach Egilsstaðir

Dieser Tag ist vor allem eine Verbindungsetappe. Egilsstaðir ist ein praktischer Übernachtungs- und Versorgungsort für den Übergang in den Nordosten. Macht aus jedem Aussichtspunkt keine feste Verpflichtung: Kurze Pausen und ein rechtzeitiger Check-in sind heute wertvoller als eine lange Liste.

Luftaufnahme von Egilsstaðir in Ostisland
Egilsstaðir

Bild: Eysteinn Guðni Guðnason · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Lasst euch von der Navigation keine vermeintliche Abkürzung aufdrängen, ohne Straßenart, Wetter und Mietbedingungen zu prüfen. Entscheidend ist die aktuell geeignete Route. Kontrolliert Tankstand und Einkaufsmöglichkeiten vor der Weiterfahrt und speichert die Unterkunft auch offline.

Tag 6: Zum Mývatn und Zeit am See lassen

Nach der Fahrt aus dem Osten bleibt der Nachmittag für einen ausgewählten Bereich am Mývatn. Die Landschaft rund um den See lohnt einen ruhigen Blick; sie muss kein Zwischenstopp zwischen mehreren ganztägigen Ausflügen sein.

See und Pseudokrater am Mývatn
Mývatn

Bild: Bernello · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Wer eine zusätzliche Wanderung oder ein Bad einplant, streicht dafür einen anderen Programmpunkt. Bleibt auf freigegebenen Wegen, beachtet Schutzbereiche und nehmt Hinweise an geothermischen Stellen ernst. Die Nacht in der Region verhindert, dass ihr nach dem Besuch noch eine lange Anschlussfahrt erledigen müsst.

Tag 7: Akureyri und ein kürzerer Reisetag

Fahrt weiter nach Akureyri und reserviert Zeit für die Stadt statt für einen weiteren großen Umweg. Ein Spaziergang, ein Café und das Nachsortieren der bisherigen Reise geben der Rundfahrt einen anderen Rhythmus.

Stadtansicht von Akureyri in Nordisland
Akureyri

Bild: rheins · Wikimedia Commons · CC BY 3.0 · Bearbeitet

Dieser bewusst weniger gefüllte Tag ist eure erste praktische Reserve: Wenn sich eine frühere Etappe verschoben hat, könnt ihr das Programm reduzieren. Er ersetzt allerdings keinen zusätzlichen Puffertag bei einer längeren Straßensperrung. Besprecht vorab, welche Aktivitäten bei Verzögerung zuerst entfallen.

Tag 8: Den Westen erreichen und in Borgarnes stoppen

Die Weiterfahrt nach Borgarnes ist wieder ein längerer Fahrtag. Beginnt ausgeschlafen, wechselt euch nur ab, wenn alle Fahrer im Mietvertrag stehen, und plant echte Pausen ein. Borgarnes ist das Tagesziel, nicht bloß ein Durchfahrtspunkt vor einem weiteren Abendprogramm.

Borgarnes auf seiner Landzunge am Fjord
Borgarnes

Bild: Eysteinn Guðni Guðnason · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Ein kurzer Spaziergang am Ort reicht als Abschluss. Hängt nicht automatisch eine zusätzliche Halbinsel an die Runde: Der Rückweg soll euch verlässlich in den Südwesten bringen. Prüft für die konkrete Streckenwahl auch aktuelle Tunnelgebühren und die Regeln eurer Vermietung.

Tag 9 und 10: Rückkehr, Reserve und Abreise

Kehrt am neunten Tag in den Südwesten zurück. Bei gutem Verlauf bleibt Zeit für einen Stadtbesuch; bei einer Verzögerung könnt ihr diesen Teil streichen. Die letzte Nacht sollte zu eurer Abflugzeit und zur Fahrzeugrückgabe passen.

Der zehnte Tag gehört der Abreise. Kalkuliert Tanken, Rückgabe, einen möglichen Shuttle und den vom Flughafen beziehungsweise der Airline empfohlenen Vorlauf. Plant keine entfernte Sehenswürdigkeit als letzten Pflichtpunkt ein.

Wenn eine aktuelle Warnung eure Route betrifft, geht Sicherheit vor Hotelbuchung. Sprecht früh mit Unterkunft und Vermietung. Ein vorab bezahltes Zimmer macht eine gesperrte oder gefährliche Strecke nicht befahrbar.

So wird aus der Route ein tragfähiger Gruppenplan

Tragt zunächst nur Übernachtungen, gebuchte Aktivitäten und den jeweiligen Hauptstopp ein. Ergänzt dann pro Tag eine kurze Alternative bei schlechtem Wetter. Ein gemeinsamer Plan funktioniert besser, wenn jede Person weiß, welche Wünsche optional sind.

Prüft Straßenlage bei Umferðin, Wetter beim Icelandic Met Office und Reisehinweise bei SafeTravel täglich erneut. Die Links sind Teil der Vorbereitung; dieser Artikel liefert keine aktuelle Freigabe einzelner Straßen. Fahrtzeiten aus einer Karten-App enthalten außerdem weder eure Pausen noch die Zeit am Ort.

Für eure gemeinsame Sammlung könnt ihr in OURTRIP Ideen und Reiseplanung zusammenführen. Haltet verbindliche Buchungen und spontane Wünsche klar auseinander. Eine Person behält die nächste Unterkunft im Blick, eine zweite prüft vor der Abfahrt Wetter und Straße.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Sind zehn Tage für die Ringstraße genug?

Für eine kompakte Runde mit ausgewählten Stopps können sie reichen. Wenn lange Wanderungen, viele Touren oder schwierige Wetterbedingungen hinzukommen, plant zusätzliche Tage oder eine kleinere Region.

Brauchen wir für diese Route ein Allradfahrzeug?

Aus dem Namen Ringstraße allein folgt keine Fahrzeugempfehlung. Prüft Jahreszeit, aktuelle Straßenbedingungen, alle geplanten Zufahrten und die Vorgaben der Vermietung. Hochlandstrecken sind in diesem Plan nicht enthalten.

Was streichen wir zuerst bei Zeitverlust?

Zusätzliche Ausflüge, längere Stadtbesuche und spontane Umwege. Erhaltet Schlaf, sichere Fahrbedingungen und ausreichenden Abstand zum Rückflug.