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Reiseziele12 Min. Lesezeit

Island-Wasserfälle: 12 Stopps für euren Roadtrip

Zwölf Wasserfälle, vier Routenmodule und eine klare Priorisierung: So wird aus gespeicherten Motiven ein realistischer Island-Roadtrip.

Von der OURTRIP Redaktion

Eigene Aufnahmen von Skógafoss und Hengifoss · Island 2025 · Orts- und Sicherheitshinweise am 10. August 2026 geprüft

Bild: Steven Romsits · OURTRIP Original · Eigene Aufnahme · Bearbeitet

Redaktion: Steven Romsits · Mit KI-Unterstützung bei Recherche und Struktur erstellt. Inhalt, Quellen und Veröffentlichung wurden am 13. August 2026 redaktionell geprüft und freigegeben.

Island hat genug Wasserfälle für mehrere Reisen. Die Frage ist deshalb nicht, ob ihr alle wichtigen Stopps schafft. Die bessere Frage lautet: Welche passen wirklich auf eure Route, zu eurem Wetterfenster und zu einem Tag, der nicht nur aus Parkplätzen besteht?

Diese zwölf Orte sind keine Checkliste für zwei Tage. Sie sind vier Routenmodule: Golden Circle, Südküste, Südost und Osten sowie Nordosten und Norden. Kombiniert nur die Module, für die ihr Zeit und einen realistischen Plan habt. Wind, Sicht, Straßenzustand und Wegbedingungen können jede Tagesidee verändern.

Die Regel vor jedem Wasserfall: aktuelle Lage schlägt gespeicherten Plan

Prüft vor einer Fahrt die Straßenlage beim offiziellen Verkehrsdienst der isländischen Straßenbehörde, Wetter und Warnungen beim Icelandic Met Office sowie Reisehinweise bei SafeTravel. Die isländische Umweltbehörde weist außerdem darauf hin, dass Naturbedingungen anspruchsvoll sein können und nicht an jedem Ort viele Warnschilder stehen.

Bleibt auf markierten Wegen, respektiert Sperrungen und plant keinen Wasserfall als Argument, eine unsichere Straße oder ein schlechtes Wetterfenster doch noch zu fahren. Ein ausgelassener Stopp ist kein gescheiterter Roadtrip.

1. Öxarárfoss – Wasserfall im Þingvellir-Gebiet

Öxarárfoss liegt im Þingvellir-Gebiet und passt gut in einen Tag, an dem ihr euch ohnehin Zeit für die Landschaft und Wege dort nehmt. Die offizielle Parkkarte führt ihn über den Hauptweg aus Richtung Haki und Almannagjá; die Parkverwaltung nennt außerdem P2 unterhalb des Wasserfalls als ausgewiesenen Parkplatz.

Behandelt ihn nicht als Durchfahrtsfoto: Der Reiz entsteht aus dem Weg und dem Zusammenhang mit dem Ort. Feste Gehzeiten oder freie Parkplätze solltet ihr nicht voraussetzen, sondern vor Ort und saisonal prüfen.

2. Gullfoss – Wasser, Schlucht und geschützter Naturraum

Gullfoss ist ein klarer Anker für den Golden Circle. Die Umweltbehörde schützt Wasserfall, Schlucht, Ökosysteme und Vegetation; Wege und Besucherführung sind deshalb Teil des Ortes. Bleibt auf den ausgewiesenen Routen und beachtet lokale Hinweise, insbesondere bei Nässe und Wind.

Gullfoss mit vereisten Felskanten und türkisfarbenem Wasser im Winter
Die Aufnahme zeigt Gullfoss unter Winterbedingungen. Für euren Besuch zählt ausschließlich die aktuelle Lage.

Bild: Pierre Selim Huard · Wikimedia Commons · CC BY 3.0 · Bearbeitet

Der Wasserfall besteht aus zwei Stufen. Für eure Planung wichtiger ist: Rechnet Zeit für Aussichtspunkte ein und lasst euch nicht von einer engen Tagesliste zum hastigen Weiterfahren drängen. Prüft Wetterwarnungen, Zugang, Einrichtungen und aktuelle Regeln.

3. Seljalandsfoss – der Weg zählt mit

Seljalandsfoss ist über die Zufahrt von Seljaland an der Ringstraße erreichbar. Visit South Iceland warnt ausdrücklich, dass Wege und besonders der Weg hinter dem Wasserfall im Winter wegen Eis und herabfallendem Eis gefährlich sein können. Geht nur, wenn die aktuelle Besucherführung und eure Kleidung dazu passen.

Plant ihn als frühen Südküsten-Stopp mit Zeit für den Weg, nicht nur für ein Foto vom Parkplatz. Prüft Zugang, Rutschgefahr, Wind und Schutz der Kameraausrüstung.

4. Gljúfrabúi – nur als Ergänzung zu Seljalandsfoss

Gljúfrabúi liegt an Straße 249 nahe Seljalandsfoss und funktioniert als Ergänzung, wenn ihr euch dort ohnehin Zeit lasst. Die lokale Destinationsorganisation weist für den Zugang in die Schlucht auf Steinschlagrisiko hin.

Er ist kein Grund, eine sichere Reiseentscheidung zu übergehen oder eine Gruppe durch einen unpassenden Zugang zu drängen. Plant ihn optional und gebt allen die klare Möglichkeit auszusetzen.

5. Skógafoss – großer Stopp mit schützenswerter Umgebung

Skógafoss liegt nahe öffentlichen Routen und ist einer der bekanntesten Südküstenorte. Die Umweltbehörde beschreibt ihn als rund 60 Meter hohen Wasserfall und schützt die gesamte Wasserfallserie entlang der Skógaá. Wege und Besucherführung dienen auch der Erholung empfindlicher Vegetation.

Bleibt auf den vorgesehenen Wegen. Entscheidet vorab, ob der Blick von unten reicht oder ein Teil der Gruppe die Treppen und den Weg oberhalb gehen möchte. Prüft Zugang, Wind und aktuelle Gebietshinweise. Übernachten ist dort nur am ausgewiesenen Campingplatz erlaubt.

6. Kvernufoss – eine ruhigere Alternative, keine Geheimtür

Kvernufoss liegt in einer kleinen Schlucht östlich von Skógafoss. Laut Visit South Iceland führt ein Wanderweg vom Parkplatz des Skógar-Museums dorthin. Plant ihn nur, wenn die Gruppe noch Zeit, Lust und einen sicheren, erlaubten Zugang hat.

Weniger bekannt bedeutet nicht, dass ein Ort keine Regeln, keine anderen Menschen und keine empfindliche Umgebung hat. Nehmt keine Abkürzungen über unklare Flächen.

7. Svartifoss – ein Wanderstopp, kein Parkplatz-Wasserfall

Svartifoss im Vatnajökull-Nationalpark verlangt einen bewussten Spazier- oder Wandertag. Der Nationalpark beschreibt die markierte Runde S2 vom Skaftafellsstofa als 5,8 Kilometer und leicht; die längere Runde S6 startet ebenfalls am Besucherzentrum und ist anspruchsvoller.

Svartifoss vor dunklen Basaltsäulen in einer verschneiten Landschaft
Svartifoss ist ein Wanderziel. Die winterliche Aufnahme ersetzt keine Prüfung der aktuellen Wege und Bedingungen.

Bild: Tadeusz Hare · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Der Wasserfall mit seinen Basaltsäulen gehört in eine Tagesplanung, die Gehzeit, Wetter, Kleidung und Rückweg berücksichtigt. Wer nur einen kurzen Fotostopp sucht, wählt an diesem Tag besser einen anderen Ort.

8. Hengifoss – Wasserfall und Wandertag in Ostisland

Hengifoss ist kein beiläufiger Abstecher auf der Ringstraße. Das Ranger-Programm des Vatnajökull-Nationalparks beginnt am Hengifoss-Parkplatz und führt auf dem Weg zu Litlanesfoss. Das passt, wenn ihr Egilsstaðir und die Umgebung mit einem echten Zeitfenster einplant.

Hengifoss vor dunklen Basaltschichten mit roten Gesteinsbändern
Hengifoss ist Teil eines echten Wanderzeitfensters – nicht nur ein kurzer Ringstraßen-Stopp.

Bild: Steven Romsits · OURTRIP Original · Eigene Aufnahme · Bearbeitet

Nehmt ausreichend Wasser, witterungsfeste Kleidung und eine Karten- oder Orientierungsmöglichkeit mit. Wenn die Sicht schlecht ist oder die Gruppe erschöpft, ist ein anderer Tag oft die bessere Wahl. Prüft Wegzustand, Wetter, Parken und eigene Kondition.

9. Litlanesfoss – zusammen mit Hengifoss denken

Litlanesfoss wirkt nicht wie ein separater Punkt auf einer Fernfahrt, sondern wie ein Teil derselben Wanderentscheidung. Die Parkinformation verortet ihn auf dem Weg ab dem Hengifoss-Parkplatz; die Basaltformationen machen den Stopp visuell eigenständig.

Praktisch gilt aber: eine Route, ein Zeitbudget und eine Rückkehrentscheidung. Prüft dieselben Weg- und Wetterbedingungen wie für Hengifoss und weicht nicht eigenmächtig vom Weg ab.

10. Dettifoss – Kraft, Abstand und markierte Wege

Dettifoss liegt im Gebiet Jökulsárgljúfur. Die Umweltbehörde beschreibt Dettifoss, Selfoss und Hafragilsfoss als geschützte Wasserfallreihe und verweist auf markierte Wege und Aussichtspunkte. Gerade bei einem so kraftvollen Wasserfall ist Abstand vernünftiges Verhalten.

Dettifoss stürzt zwischen dunklen Basaltwänden in eine Schlucht
Am Dettifoss sind Abstand, markierte Wege und die tagesaktuell passende Zugangsseite entscheidend.

Bild: Michał Strzelecki · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Bearbeitet

Plant die Anfahrt nicht mit der Annahme, dass alle Straßen und Zufahrten gleich funktionieren. Welche Seite sinnvoll und offen ist, entscheidet sich tagesaktuell. Prüft Straßenlage, Wetter, Besucherhinweise und die für euch passende Zugangsseite.

11. Selfoss – der zweite Blick neben Dettifoss

Selfoss liegt in derselben Wasserfallreihe und eignet sich als bewusste Ergänzung zu Dettifoss. Wenn die Bedingungen passen, kann der markierte Weg die beiden Erlebnisse verbinden. Wenn nicht, ist Dettifoss allein ein vollständiger Tageshöhepunkt.

Plant Selfoss optional und prüft markierte Wege, Wind, Zeit für den Rückweg und Tageslicht.

12. Goðafoss – ein klarer Stopp auf dem Weg nach Akureyri

Goðafoss ist ein sinnvoller nordisländischer Anker, wenn eure Route ohnehin zwischen dem Nordosten und Akureyri verläuft. Visit Akureyri nennt ausgewiesene Parkflächen auf beiden Flussseiten und gepflegte Wege zu Aussichtspunkten; die kürzeste Strecke führt von der Westseite.

Gebt diesem letzten Stopp eine einfache Rolle: aussteigen, gehen, schauen und weiterfahren oder übernachten. Prüft Straßenlage, Zugang und Wetter, damit der Tag realistisch bleibt.

Eine realistische Reihenfolge für eure Route

Speichert die zwölf Orte in vier Modulen: Golden Circle mit Öxarárfoss und Gullfoss; Südküste mit Seljalandsfoss, Gljúfrabúi, Skógafoss, Kvernufoss und Svartifoss; Osten mit Hengifoss und Litlanesfoss; Nordosten und Norden mit Dettifoss, Selfoss und Goðafoss.

Gebt jedem Tag einen Hauptstopp. Der zweite ist eine Option, der dritte nur ein Bonus. In OURTRIP könnt ihr die vier Module als Ideen in einem gemeinsamen Board sammeln, Quellenlinks ablegen und muss, wenn Zeit oder bei gutem Wetter als eigenen Text festhalten. Eine Buchung oder Sicherheitsentscheidung ersetzt das nicht.

  • Golden Circle: Öxarárfoss und Gullfoss
  • Südküste: fünf Stopps, aber bewusst auswählen
  • Osten: Hengifoss und Litlanesfoss als gemeinsame Wanderentscheidung
  • Nordosten und Norden: große Distanzen mit Fahrpuffer

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Kann man die zwölf Wasserfälle in einer Woche sehen?

Das hängt von Route, Jahreszeit, Wetter und eurem Tempo ab. Die Liste ist absichtlich in Module gegliedert. Für eine Woche ist es meist sinnvoller, wenige Regionen gründlich zu planen, statt Golden Circle, Südküste, Osten und Norden zu einer Pflichtliste zu machen.

Welche Seiten sollte man vor einem Wasserfall-Tag in Island prüfen?

Prüft den offiziellen Verkehrsdienst der isländischen Straßenbehörde für Straßenbedingungen, vedur.is für Wetter und Warnungen sowie SafeTravel für Reisehinweise. Dazu kommen Besucherinformationen von Nationalpark oder Umweltbehörde für den konkreten Ort.

Darf man in Island für ein Foto Wege verlassen oder eine Drohne starten?

Bleibt auf markierten Wegen und beachtet lokale Schutzregeln. In geschützten Gebieten kann Drohnenflug genehmigungspflichtig oder untersagt sein. Prüft die konkrete Regel vor dem Besuch.